Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 18,2° C, ohne das es dabei zu grossen Unterschieden zwischen Winter und Sommer gibt. Dabei werden zum Teil subtropische Werte erreicht. Deshalb stellt Torrox stolz zur Schau „das beste Klima Europas” zu haben.
Durchschnittstemperatur: 19º C / 30º C in den Sommermonaten.
Jährliche Sonnenstunden: 2980 h/Jahr.
Jährliche Niederschläge: 532 l/m2.
Mit einer beständigen Bevölkerung laut der letzten Volkszählung von 11919 Einwohnern auf seinen 50 Quadratkilometern Fläche, liegt die Stadt auf einer Durchschnittshöhe von 145 Metern über Meeresspiegel.

Die Ländereien von Torrox ziehen sich grösstenteils durch das Flusstal mit dem gleichen Namen. Am Rand im Norden werden sie im Tal, welches von den Bergen Coscoja (545 m.) und Rávita de Torrox (696 m.) seitlich begrenzt ist, eingeengt, die auch gleichzeitig das Dach des Stadtgebietes bilden. Aber wenn man die Loma de la Rávita verlässt, breitet sich das Stadtgebiet in zwei anderen Flussläufen aus: im Osten der Fluss Seco und im Westen der Bach del Manzano. Der Flusslauf des Seco ist vom Fluss Torrox durch die Berge Gordo und Pastora getrennt und der des Bachs Manzano durch die Hügel von Palagares und la Dehesa.
Die Täler sind normalerweise mit Gemüsegärten bedeckt und bieten einen starken Kontrast zu den Olivenhainen und dem Weinanbau oder zu dem Gebüsch und Weiden an den seitlichen Hängen.
Die Gemüsegärten im Norden von Torrox, die im Tal des gleichen Namens liegen, gelten als spezieller landschaftlicher Anziehungspunkt, denn an den Ufern des Flusses treffen die aufeinander, die sich in Beeten an den steilen Hängen der naheliegenden Hügel hochziehen. Dabei entstehen enorme grüne “Stufen” von Gemüse und Obst, wobei die subtropischen Anbauten sich hervorheben. Dort, wo sich die Täler gen Meer öffnen, breitet sich der landwirtschaftliche Anblick im Stadtgebiet von Ost nach West aus. Allerdings ist es hier die harte Konkurrenz des touristischen Nutzens, die zum forcierten Anbau in Treibhäusern führt, einer Anbauart, die es erlaubt, hochwertige Produkte auch ausserhalb der Saison anzubieten und teuer zu verkaufen. Das Ergebnis von dem ganzen ist, dass es zu einer „verfremdeten” Panoramaansicht kommt, in der das Plastik der Treibhäuser mit der touristischen Entwicklung der Küste zusammenlebt und so einen starken Kontrast zu den schönen Eindrücken bildet, die im Herzen des Stadtgebiets und speziell im Dorf von Torrox selbst, zu sehen sind.
Im Norden der Stadt, in der Gegend der Los Caserones wurden Reste aus dem Neolithikum gefunden. Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass der Moment, in dem die Ländereien eine bedeutende Präsenz von Siedlern vermerkten, während der Zeit der Kolonisation war.
Es scheint dokumentarisch als bestätigt, dass es einen phönizischen Kern in der Nähe der Küste gab. Allerdings stammen die ersten historischen Spuren von grosser Bedeutung aus der römischen Zeit.

In dem Gebiet der Punta de Torrox, neben dem Leuchtturm und der Torroxflussmündung, tauchten Ruinen unterschiedlicher Wohnungen, ein Gräberfeld und einige Thermen auf. Teil eines Mosaiks von dort findet man im Museum von Malaga und andere sind im Museum von Barcelona zu sehen, wo auch zahlreiche Ziergegenstände und des täglichen Gebrauchs aufbewahrt werden, die in dieser Nekropole aufgetaucht sind. Dieser Fundort bezieht sich auf die römische Siedlung, die als Clavicum oder Caviclum bekannt war und im 1. Jahrhundert gegründet wurde. Bewohnt war sie bis zu den Anfängen des 8. Jahrhunderts, da man in ihr westgotische Münzen gefunden hat.
Während der arabischen Herrschaft, wurde sie von bedeutender Wichtigkeit und hob sich als Handwerks- und Kaufmannszentrum auf dem Gebiet der Seide und derer Färbung hervor. Zwei Tage nach der Eroberung auf Velez durch Fernando den Katholischen im Jahr 1487, ergibt sich die Stadt und ihre Bauernhöfe; trotz allem erobert sie der Führer El-Zagal im darauffolgenden Jahr wieder zurück und fällt schliesslich noch im gleichen Jahr wieder in die Hände des Katholischen Königs, wobei sie den Titel "sehr nobel und sehr noble Stadt" erhält.
Nach den Vorfällen des maurischen Aufstands, in dem die Bevölkerung von Torrox einen speziellen Protagonismus einnahm, war die Wirtschaft angeschlagen und es begann die Aufgabe von acht arabischen Ansiedlungen, die in dem heutigen Stadtgebiet existierten: Alhandiga, Almeida, Arcos, Benamayor, Cajanja, Lantin, Lugarejo und Periana (welches vom heutigen Periana nichts gemeinsam hatte).
Wichtig sind, wie vorher schon gesagt wurde, die römischen Reste, die sich an der Küste des Leuchtturms befinden. Dort findet man die Reste einer Stadt, einer Nekropole, Thermen, Garumbecken und Keramiköfen.

Im Dorf, arabischen Ursprungs, werden Reste der Wachtürme und Stadtmauern erhalten. Die städtische Struktur von Torrox ist komplett maurisch, mit engen, steilen, im Zickzack verlaufenden Strassen und auf abgestuften Ebenen. In diesen können wir auf völlig unerwartete Winkel, mit dem typischen Kontrast der gekalkten Wände und den Blumentöpfen, antreffen.
Die Kirche der Encarnacion ist interessant. Sie wurde auf dem Maurenviertel, oder der Hauptmoschee, im 16. Jahrhundert errichtet und wurde Mitte des 17. Jahrhunderts umgestaltet. Sie hat eine barocke Struktur, verfügt über drei Kirchenschiffe und ausserdem über ihren quadratischen Turm und macht sie zum Referenzpunkt von jedem touristischen Besuch.
Es lohnt sich auch ein Besuch der Kirche von San Roque aus dem 16. Jahrhundert und der Kapelle der Nuestra Señora de las Nieves aus dem gleichen Jahrhundert und im Mudejarstil, die von den Padres Minimos de San Francisco gegründet wurde. Ein Ausstellungsstück des vergangenen Handelsglanz der Stadt ist die Aduana oder Casa de la Moneda aus dem 18. Jahrhundert.
Das Kulturhaus, welches 1863 errichtet wurde, beherbergte König Alfonso XII während eines Besuchs aus Anlass des Erdbebens, das einen Teil der Axarquia traf. Was das Krankenhaus von San Jose angeht, liegt es in Trümmern und bewahrt lediglich seine Fassade.
Die Kunsthandwerker in fortgeschrittenem Alter versuchen, dass die Kunst weiter besteht, indem sie sie ihren jungen Lehrlingen beibringen. Es gibt diejenigen, die Spitzen, Leder und Holz bearbeiten, aber hauptsächlich sind es die, die mit Schilfrohr und Espartogras, sowie Stoffen für den Hausgebrauch arbeiten.
Viele der typischen Gerichte der Axarquia erhalten einen speziellen “Touch” in Torrox, wie zum Beispiel die Migas (Brotkrümmel), Gachas (Mehlbrei), die Maimones (Knoblauchsuppen), "papas a lo pobre" (Bratkartoffeln), Ajoblanco (Mandelsuppe), usw.. Desweitern stechen Zoque (Art von Gazpacho) oder Tomatengazpacho und der Maultiersalat hervor.
An der Küste findet man häufig den Sardinenspiess. Unter den Süsspeisen zeichnen sich Windbeutel und Honiggebäck aus. Die Weine aus diesem Gebiet sind berühmt: einer süffig und trocken, der andere namens "aguapié", mit weniger Alkohol.
Das Fest der Virgen de las Nieves wird im August gefeiert, dass von San Roque im Oktober. Zwischen dem 7. und 8. September wird die Candelaria gefeiert, wo man auf den Cortijos (Gutshäusern) Lagerfeuer anzündet. Einen Monat später, vom 4. bis 7. Oktober findet die Hauptfiesta der Gemeinde statt.
Das Fest der Migas (Brotkrümmel) und der Weine aus der Region hat sich zu einer modernen Tradition gewandelt und wird am Sonntag vor Weihnachten gefeiert. Am 24. Juni ist es die "quema de los júas" (das Verbrennen Júas), einem Tag, an dem die Leute die Tradition bewahren, zum Dorfbrunnen zu gehen, um sich den Kopf nasszumachen und sich drei Dinge zu wünschen. Die Cruces de Mayo finden am 2. und 3. Mai statt und den Karnaval feiert man in der letzten Februarwoche.
Zum Schluss muss man die Semana Santa (Osterwoche) hervorheben, Tradition, die mit der gleichen Frömmigkeit gefeiert wird, wie in den anderen Dörfern der Axarquia.
Für eine ausführlichere Beschreibung, besuchen Sie unsere Seite der Strände von Torrox.